Tolle Gartenspiele – Boccia

Boccia ist die italienische Version des Boule-Spiels. Bei dem Spiel geht es darum, die eigenen Kugeln so nah wie möglich an eine kleine Zielkugel zu platzieren und/oder die Kugeln der Gegner von der Zielkugel wegzuschießen. Aus diesem Grund wird Boccia von vielen auch als sogenannter Präzisionssport bezeichnet. Zudem ist Boccia seit über 30 Jahren eine Disziplin bei den Paralympischen Spielen.

Eine Boccia-Bahn im eigenen Garten zu haben, ist für die ganze Familie eine tolle Sache!

Boccia wird immer beliebter

Boccia ist in Deutschland zwar nicht so verbreitet wie in Italien, der Schweiz oder in Österreich, erfreut sich jedoch immer größerer Beliebtheit. Der Großteil der deutschen Boccia-Spieler stammt vornehmlich aus Süddeutschland. Hiesige Vereine tragen regelmäßig Turniere aus, die Boccia-Spieler sind im Boccia Bund Deutschland e.V. organisiert. Dieser gehört dem Deutschen Boccia-, Boule- und Pétanque-Verband an. Im Boccia Bund Deutschland e.V. sind über 350 Sportler Mitglied, von denen über 200 Spieler in verschiedenen Ligen aktiv sind. Der Boccia Bund Deutschland e.V. unterhält sogar eine Herren-, Damen- und Jugend-Nationalmannschaft, die an der Boccia-WM und Boccia-EM teilnehmen.

Kugeln und Spielfläche

Boccia spielt man mit Kugeln, die einen Durchmesser von 107 Millimeter und ein Gewicht von 920 Gramm haben. Die internationalen Regeln besagen zudem, dass – wie beim Boule-Spiel – Boccia nicht auf einer Rasenfläche, sondern auf einer ebenen und optimal nivellierten Fläche gespielt wird. Das Spielfeld wird in vorschriftsmäßige Bahnen eingeteilt, die durch Umfassungsbretter aus Holz oder anderen nicht metallischen Materialien abgegrenzt sind. Die Höhe beträgt 25 Zentimeter (Toleranzgrenze +/- 2 Zentimeter). Eine Boccia-Bahn ist 26,50 x 4,50 Meter breit und in mehrere Abschnitte unterteilt.

Die Spielregeln

Je nach Anzahl der Spieler pro Mannschaft wird mit einer unterschiedlichen Anzahl an Kugeln gespielt. Bei einem Einzel (eins gegen eins) hat jeder Spieler 4 Kugeln, bei einem Doppel (zwei gegen zwei) 2 Kugeln, bei einem Dreier (drei gegen drei) 2 Kugeln zur Verfügung. Nach besagten, internationalen Regeln endet ein Spiel, wenn ein Spieler oder eine Mannschaft 15 Punkte erreicht.

Die Würfe

Beim sogenannten „Raffa-Wurf“ muss ein Spieler die Kugel mindestens über die D-Linie (circa 7 bis 8 Meter vom Abwurfpunkt entfernt) werfen. Der Spieler muss ansagen, ob er die Zielkugel oder eine gegnerische Kugel treffen möchte. Beim sogenannten „Volo-Wurf“  bei dem der Spieler ebenfalls das Ziel benennen muss, darf die eigene Kugel nur einen geringen Teil des Bodens berühren – also maximal 40 Zentimeter vor der Kugel aufkommen.

Nicht regelkonform getroffene Kugeln werden zurückgelegt und müssen daher markiert werden. Am Ende eines Satzes zählen die Kugeln, die näher an der Zielkugel liegen, als die des Gegners. Der nächste Satz wird dann in der entgegengesetzten Richtung gespielt.

Bildquelle: © Gundolf Renze – fotolia.com

Autor: am 20. Oktober 2016
Kategorie: Allgemein, Blog
Kommentare:  Keine Kommentare
Schlagwörter: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.